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  • Re: Leipzig - Innenstadt

    rakete - - Leipzig

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    die rückseite der alten nikolaischule war längst in sich zusammengebrochen. kurz vor der wende wurde begonnen, auf dem angrenzenden grundstück plattenbauten zu errichten. diese rohbauten wurden nach der wende zugunsten der heutigen strohsack-passage wieder beseitigt. klar war auch, dass die rückfront eine (fensterlose) brandmauer sein müsse. wahrscheinlich wäre die alte nikolaischule vollends in sich zusammengesackt, wenn nicht die (partner)stadt frankfurt dankenswerterweise 25 mio dm für deren …

  • Re: Dresdner Bausituation II

    rakete - - Dresden

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    ja, seit längerem: architekturforum.net/posting.php?mode=reply&f=14&t=2466 heute kam er wieder einmal im mdr zu wort. er sprach von einer zirkusartigen arena und zwei pavillons davor. das geld dafür stünde "im prinzip" bereit. (letztes jahr meinte er, kanadische pensionsfonds hätten so viel geld, die suchten händeringend nach anlageobjekten...) diesmal sprach er davon, frei otto (dachkonstrukteur des münchner olympiastadions) müsste als nächstes mal ein modell anfertigen. ehrlich gesagt: der man…

  • Re: Der Altmarkt Dresden

    rakete - - Dresden

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    wenn ich mich recht erinnere, hat es für diesen erweiterungsbau keinen wettbewerb gegeben, sondern der investor kam seinerzeit mit den fertigen plänen seines hausarchitekten um die ecke. da muss es nicht weiter verwundern, dass diese nur sehr mangelhaft auf die stadträumliche einbindung eingehen. dafür jedoch um so mehr, dass diese pläne einfach durchgewunken wurden. es ist für alle seiten - investoren, städteplaner, bürgerschaft - bereichernd, über entwürfe von architekturwettbewerben (und dere…

  • @spacecowboy: nun, über die gründe hierfür können wir nur spekulieren. mir scheint, dass dort ein "harmonisches" stadtbild als wert an sich betrachtet wird - selbst um den preis, dass die neubauten letztlich mit den platten ringsum harmonieren oder aussergewöhnliche entwürfe (gewandhaus am neumarkt) mit hinweis auf die umgebung nicht realisiert werden. als dresdner pendant zur trinitatiskirche lässt sich meines erachtens jedoch am ehesten der neubau der dortigen synagoge betrachten: ein vergleic…

  • und gleich werden es wohl wieder weniger prozente zustimmung sein: der entwurf an sich ist nicht langweilig. wie spacecowboy andernorts - anhand neuer fotos einer inzwischen gemauerten probefassade - sehr treffend anmerkte, wird es eine fast schon expressionistisch anmutende gliederung der porphyrfassaden geben. diese weisen durchaus anklänge an bauten von hubert ritter auf. insofern wird zum teil auch die frage beantwortet, wie schulz und schulz bei dieser kirche und dem stadthausturm zwei so u…

  • die dresdner beispiele sind keine kirchen. mit verlaub, die verlinkte ansicht der kirche verdeutlicht eher, dass dieses konzept für diesen standort - direkt am vielbefahrenen ring - nicht geeignet ist. in einem anderen interview mussten schulz und schulz bereits einräumen, dass die verglasung der erdgeschosszone wohl noch "überarbeitet" werden müsse, weil der strassenlärm und der anblick vorüberfahrender autokolonnen die besinnung der kirchenbesucher stören könnte. in verbindung mit der fensterl…

  • ansgar schulz hat seine von mir und anderen vermuteten geistigen wurzeln in diesem interview selbst indirekt bestätigt. direkt gegenüber vom neuen rathaus einen innenliegenden "pfarrhof" (!) zu entwerfen, klingt doch nun wirklich mehr nach ford taunus als nach elektroauto. mit solch einem kirchenbaukonzept muss man schon sehr vertraut sein, um es selbstbewusst mitten in die city einer grossstadt implantieren - um nicht zu sagen: exportieren - zu wollen.

  • @kv2d: diese ecke war vor dem krieg kein teil des stadthauses, sondern ein wohn- und geschäftshaus (mit autohaus im erdgeschoss). grundstück und investor sind privat - und es soll wieder ein wohn- und geschäftshaus entstehen. gerade, wenn man blockhaften, monofunktionalen grossstrukturen in innenstädten kritisch gegenüber steht, kann man froh sein, dass diese ecke innen wie aussen eigene akzente setzen soll. bei der weiteren überarbeitung der drei in die engere auswahl gelangten entwürfe wird es…

  • Re: Leipzig - Impressionen

    rakete - - Sachsen

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    wieso sollten die sachsen diesem denkmal naturgemäss mit einer gewissen ambivalenz gegenüberstehen müssen? wegen des loserhaften herrscherhauses, das soldaten zumeist auf der verliererseite verheizt hat? die quittung dafür geb es doch schon 1918. angesichts 120 000 niedergemetzelter menschen auf allen seiten stellt sich die frage, wie - und vor allem warum - dieses denkmal hätte "schön" gestaltet werden sollen. es ist so monströs und grotesk wie die schlacht. der losung "gott mit uns" stehen kei…

  • Re: Leipzig - Impressionen

    rakete - - Sachsen

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    thema verfehlt. das hier ist eine galerie, da geht es um die gezeigten fotos. wie schlossgespenst schon richtig anmerkte, haben selbst heruntergekommene altbauten einen gewissen morbiden charme, der sich bei alten platten meist nicht einstellt. der relativiert sich allerdings wiederum, wenn man diese gebäude nach deren denkmalgerechter sanierung sieht - oder die brachen, nachdem die häuser in sich zusammengefallen sind. von daher kann man nur hoffen, dass die sanierungen weitergehen werden.

  • Re: Dresden - marode!

    rakete - - Dresden

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    leipzig kauft in der regel keine häuser. vielmehr gibt es dort seit einigen jahren folgendes programm: besonders gefährdete, doch stadtbildprägende gebäude werden auf eine liste gesetzt und aus öffentlichen mitteln notgesichert (dächer abgedichtet, etc). dazu werden den eigentümern fördermittel oder käufer vermittelt. nach erfolgter sanierung werden die öffentlichen mittel an die stadt zurück erstattet. diese liste wird übrigens gerade fortgeschrieben. aus mangelnder ortskenntnis vermag ich nich…

  • wenn manche etwas nicht schön finden, kann es dennoch gut sein. das ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen.

  • Re: Leipziger Bau- und Sanierungsprojekte

    rakete - - Leipzig

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    mein voriger beitrag hat deine frage bereits beantwortet. die hänsel-fassade wurde für die damalige platzsituation geschaffen, die müller-fassade für die jetzige. sie einfach woanders wieder aufzubauen, würde weder der fassade noch dem neuen standort gerecht werden.

  • Re: Leipziger Bau- und Sanierungsprojekte

    rakete - - Leipzig

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    @wissen.de: ich nehme mal an, die idee ist nicht ganz ernst gemeint. die harry müller-fassade ist genau für diesen standort entworfen worden. nach dem krieg wurde der "friedlich-engels-platz" aufgeweitet. die neue fassade reagierte darauf, in dem sie einerseits auf fernwirkung abzielt und sich andererseits die weite des umfeldes zunutze macht. durch die reflexionen der sonneneinstrahlung gewinnt die fassade ihre lebendigkeit (wird man im gereinigten zustand wieder besser erleben können). so etwa…

  • Re: Leipzig - Innenstadt

    rakete - - Leipzig

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    das zitat bezieht sich auf die altbauten der gegenüberliegenden strassenseite. unabhängig davon darf das katharinum wohl als ein geglücktes experiment betrachtet werden. dem bauherrn, der stadt und den vier architekten ist es gelungen, dieses gebäude in eine sehr komplexe und heterogene umgebung passgenau einzufügen. das gewählte verfahren sollte vorbild für die weiteren museumswinkel sein.

  • so ist es. ein guter journalist hätte bei herrn häusler angerufen und nachgefragt. herr guratzsch hat sich lieber an eine andere journalistenweisheit gehalten: man kann sich jede story kaputt recherchieren. und dann hat er einfach geschrieben, was er selbst gern lesen wollte. das lässt tief blicken. von einem leserbriefeschreiber lasse ich mir das noch gefallen, aber nicht von einem autor einer renommierten deutschen tageszeitung.

  • niemeyers kathedrale gehört zweifelsohne zurecht zu den ikonen der modernen architektur. allerdings wurde um sie herum eine stadt erbaut. beim vorliegenden projekt verläuft es genau andersrum. intension der architekten war es daher, einen bau zu schaffen, der sich unspektakulär - quasi wie gewachsen - in das bestehende stadtgefüge integriert: durch die materialwahl und die lagernde baumassenverteilung. zumindest dies ist ihnen gelungen. der neubau wird als solcher kaum erkennbar sein, ohne sich …

  • Re: Leipziger Bau- und Sanierungsprojekte

    rakete - - Leipzig

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    rund 10 000 denkmalgerechte sanierungen seit der wende lassen in der tat erkennen, mit welchem sachverstand die experten arbeiten. die wenigen noch halbwegs intakten reliefs überhaupt zu integrieren, ist ein weiterer beleg dafür. zu diesem sachverstand gehört aber auch, dass es keinen sinn ergibt, mauerwerk erst als denkmal einzustufen und dann darauf fassadenschmuck nachzuahmen, welcher danach ohnehin durch die denkmalgeschützten alu-waben verdeckt werden würde. denkmalschutz hat sich mit dem u…

  • Re: Leipziger Bau- und Sanierungsprojekte

    rakete - - Leipzig

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    die sache ist doch völlig klar: die alu-waben sind denkmalgeschützt, der rest nicht. auf den fotos ist auch zu sehen, warum. die begehung mit hoquel wurde ja extra gemacht, um herauszufinden, ob sich noch fassadenschmuck erhalten hat. die waben kommen an den neubau wieder dran, beschädigte werden nachgebaut. hinter der alu-fassade bleiben vom altbau wohl die paar fassadenteile stehen, an denen noch reliefs erkennbar sind. diese sollen von innen zugänglich gemacht werden.

  • @heimdall: aha. dann sind die investoren vom kurländer palais vermutlich monarchisten, der florana-chef ist ein grüner multikuturist und die bauherren vom cosel palais + modernem anbau sind ...halt schizophren. klingt nicht sehr überzeugend. @wissen.de: "die stadt" ist keine geschmackspolizei und sie ordnet nicht an, sondern sie koordiniert und moderiert zwischen den verschiedensten akteuren mit unterschiedlichen interessen - die alle legitim sind. wie weit man mit der reinen lehre a la ghnd heu…