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  • Zitat von Gardone: „sicher neben Potsdam die schonste Stadt in Deutschland. “ Meines Wissens ist Leipzig nach Potsdam die zweite deutsche Stadt, die es wagte, das bis dahin in Deutschland geächtete Architekturbüro Rob Krier/ Christoph Kohl in die Weiterentwicklung bzw. Wiedergewinnung identitätsstiftender Stadtgestalt einzubeziehen, zunächst mit dem Katharinum in der Katharinenstraße und nun mit dem Geschäftshaus am Burgplatz. Beide Gebäude sind sogar mit Bauplastik versehen - eine im heutigen D…

  • Das ist sicher ein erfrischender Ansatz, auch einmal in die Erörterung von Design und Architektur jenseits unseres Gesichtskreises einzutauchen. Es ist etwas kurios, dass sich dieses Firmengelände mit seinen Schaustücken ausgerechnet in Weil am Rhein befindet, einer Stadt, die an architektonischer und städtebaulicher Belanglosigkeit das meiste noch übertrifft, was deutsche Städte an Erbarmungswürdigem vorzuzeigen haben, und dies ausgerechnet in der Nachbarschaft zum schweizerischen Basel und sei…

  • Zitat von Wissen.de: „Welch imposanter Eckbau, Wahnsinn “ Soviel ich weiß, eine weitgehend rekonstruierte Fassade.

  • Hauptbahnhof, Humboldthafen & Umfeld

    Philoikódomos - - Berlin

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    Nicht die "Kleinteiligkeit" ist der Knackpunkt, sondern die Orientierung der Gebäude zum öffentlichen Raum hin, der raumbildende Stadtbau im Sinne der europäischen Stadt. Das hier gezeigte Beispiel aus Brygge zeit das sehr anschaulich: entscheidend ist die Abwechslung der Fassadengestalt als Begrenzung des städtischen Raums als Grundvoraussetzung für Urbanität, konkret gesprochen auch für die Ansiedlung von publikumsbezogenen Einrichtungen in der Erdgeschosszone. Man kann es auch auf die Formel …

  • Hauptbahnhof, Humboldthafen & Umfeld

    Philoikódomos - - Berlin

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    Zitat von MagdeburgerKind: „Die deutsche "Moderne" ist so unfassbar bieder, langweilig und abweisend. Es ist ein Wahnsinn. “ Ja, das wird in unseren Diskussionen immer wieder bestätigt. Es bewahrheitet sich hierin das Diktum des Engländers Geoffrey Scott aus dem späten 19. Jahrhundert: "Die Geschichte der Zivilisation hinterlässt in der Architektur ihre wahrsten, weil unbewusstesten Aufzeichnungen." Die zwar nicht wirtschaftliche aber umso mehr geistige Depression des deutschen Volkes seit 1945 …

  • Zitat von Wissen.de: „Es ist eben diese angenehme Zurückhaltung, ja, die Askese im positiven Sinne, wenn man manch andere Übertreibung des späten Historismus sieht, diedas Viertel so nobel macht. “ Es ist ja auch gerade diese städtebaulich-architektonische Zurückhaltung, die den Ruhm der Stadt Paris ausmacht: dieses Austarieren zwischen strengem Reglement für den riesige Stadtareale prägenden Haustyp einerseits und die gebändigte Variationsfreude in der Ausarbeitung eleganter metropolitaner Fass…

  • Prenzlauer Berg

    Philoikódomos - - Berlin

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    Marc Kocher wäre beinahe zum Zuge gekommen, als "Hausarchitekt" des Bauherrn, aber schließlich entschied sich dieser doch für andere Architekten.

  • Dieser Umschwung, der in Deutschland besonders krass ausfiel, hatte eine ganze Reihe von Gründen, von denen der wirtschaftliche, die anfängliche Notlage der Nachkriegszeit der unerheblichste ist. Erstens würde ich die spezifisch deutsche Depression der bis heute andauernden Nachkriegsjahrzehnte nennen, die anhaltende Verstörung des deutschen Volkes, die sich in Selbstzweifel, Selbsthass, Lebensverneinung, Kulturverlust äußerte und im puren Funktionalismus eine Zuflucht fand. Architektur und alle…

  • Der Vorschlag, eine Negativ-Auszeichnung für das hässlichste Gebäude des Jahres zu vergeben, wurde hier früher schon einmal erhoben - ich weiß nicht mehr wo -, und ich wiederhole gerne meine damals geäußerte Skepsis gegenüber dieser Idee. Das Epitheton "hässlich" lässt sich noch schwerer aus objektiv zu erhebenden Kriterien ableiten als das Wörtchen "schön". Ich weiß aus Erfahrung, dass in unseren Kreisen jedes glatt, ungegliedert und schmucklos sich präsentierende Bauwerk kurzerhand als "hässli…

  • Zitat von Wissen.de: „Ich muss sagen, dass mir die Gründerzeit in Leipzig deutlich mehr ugesagt hat wie in Wiesbaden. “ Könnte es daran liegen, dass man in Wiesbaden, vor allem im Bereich der Ringstraßen viel Eklektizismus findet, während der Leipziger Gründerzeitstil sich strenger an Neorenaissance und Neobarock ausrichtet? Wo immer diese Stilhaltung qualitätvoll und oftmals durch den Gebrauch von Naturstein veredelt angewandt wurde, bestätigt sich die von Gottfried Semper ausgesprochene Direkt…

  • München - Altstadt

    Philoikódomos - - BY / Reg.bez. Oberbayern

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    Zitat von Riegel: „Und hat Sgraffitotechnik in München Tradition? “ Soweit ich München kenne, ist gerade die Sgraffitotechnik ein Münchner Spezifikum. Vor allem die Epoche der Jugendstil- und Reformarchitektur am Beginn des 20. Jahrhunderts brachte in München mehr Sgrafitto-Fassaden hervor als in anderen deutschen Städten. Insofern wäre eine Gründerzeit-Fassade in dieser Ausformung ein bemerkenswerter Ansatz, als er das gewöhnlich stark plastisch-dreidimensionale Gründerzeitdekor durch die fläch…

  • Zitat von Spreetunnel: „Das KaDeWe hatten wir hier noch nicht. Für dieses Warenhaus mussten fast ein Dutzend Häuser weichen, die mal gerade etwa zwölf Jahre alt waren. “ Das ist Berlin! Welche baulichen Werte, welche Pracht großbürgerlicher Wohnpaläste wurde damals leichtfertig beseitigt! Ein Vorspiel zu der gigantische Vernichtungsorgie während des Zweiten Weltkriegs und dem Entstuckungswahn, der danach über die Riesenstadt hinwegfehte!

  • Stephan Braunfels war der Architekt. Auch ich konnte dem Vorschlag viel abgewinnen.

  • Ja, früher war üppiger Bewuchs allgegenwärtig, obwohl er manche architektonischen Kostbarkeiten verhüllte. Heute dagegen ertragen es viele Architekten schlecht, wenn die banale Nacktheit ihrer Schöpfungen von Pflanzen abgemildert wird. Wenigstens an dieser Stelle aber könnte der Hinweis auf die Historizität des Pflanzenkleids dazu führen, dass man den krassen Kontrast zwischen Alt und Neu etwas besänftigt.

  • Leipzig

    Philoikódomos - - Leipzig

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    Meines Erachtens die Vervollständigung der Marktplatz-Umbauung, d.h. (nach Baufeldfreimachung) die Ostzeile in Verlängerung des Alten Rathauses.

  • Ja, lieber Clarenthaler, willkommen im Forum und vielen Dank für diese photographischen Offenbarungen. Da kann man nur stöhnen (frei nach Goethe) Des Deutschtums ganzer Jammer fast mich an! Gehört es zum Wesen des deutschen Provinzialismus, dass jegliches Gespür für Architektur, ja für die ästhetische Seite des Lebens weithin verkümmert ist? Dass die Daseinsgestaltung sich aufs rein Funktionale zurückgezogen hat und die gleichwohl unabweisbare Gestaltungsaufgabe durch ein allerprimitivstes Verst…

  • Da hast du Recht, wissen. In Zeiten, in denen das bequeme Einkaufen vom heimischen Sofa aus immer beliebter wird, müssten sich die Kaufhausbetreiber schon mehr einfallen lassen als schmale, grell erleuchtete Regalstraßen in rein funktional konzipierten Verkaufsetagen. Wenn man bedenkt, dass vor hundert Jahren der Kunde sich geradezu gefeiert und hofiert vorkommen musste, wenn er einen dieser Einkaufpaläste betrat, wie er in solchem Ambiente ein großbürgerlich-aristokratisches Lebensgefühl auskos…

  • Vielen Dank für die Eröffnung dieses Strangs und das erste umfangreiche Bildmaterial! Es sind tief erschütternde Dokumente über die Dimension der Zerstörung, die unsere Hauptstadt heimgesucht hat, wobei die Bombardierungen eigentlich nur den kleineren Teil des Zerstörungswerks ausmachen. Erchütternd ist vor allem der unglaubliche Vernichtungsfuror, der nicht ruhte, bis alle diese Verkaufspaläste mit ihren kathedralenartigen Verkaufs-Prunkräumen ausnahmslos dem Erdboden gleich gemacht waren. Da w…

  • Lieber Niederländer, das ist nun wirklich Kritik auf einem Niveau, von dem wir in Deutschland bislang nicht einmal zu träumen wagen. Ich denke, der von Erbse eingestellte Film kann etwas von dem Eindruck vermitteln, dass gerade die Straßen- und Platzkonturen wie auch die Architektur des Stadtzentrums eine wunderbare Einheit in der Manigfaltigkeit präsentieren, wie wir sie uns für eine Idealstadt wünschen. Übrigens kenne ich Helmond kaum, aber die Durchquerung im Auto hat mich in einer Weise posi…

  • Es entstand unter der Federführung von Rob Krier, dem einzigen Stadtbaukünstler der Gegenwart, wie er genannt wurde, und seinem Schwiegersohn Christoph Kohl. Das Kirchsteigfeld, so der eigentliche Name des Quartiers, kann als Vorübung zu zahlreichen weiteren Stadtbauschöpfungen dieses Büros gelten, in erster Linie der Idealstadt Brandevoort in den Niederlanden.