Bei der Debatte wird stets insinuiert die Stadt oder die Initiative Mitteschön wolle flächenhaft Wohnplatten abbrechen und zu einer Innenstadt des 18. Jahrhunderts zurückkehren.
Fakt ist, dass die in Rede stehenden Bauten der Nachkriegsmoderne, die abgebrochen werden, bis auf den Staudenhof keine Wohnbauten sind. Es geht um das Rechenzentrum des Lande, dass Flächen derartiger Größe seit der Entwicklung vom letzten Robotron-Rechner zum i7 nicht mehr benötigt. Dann geht es um das Institut für Lehrerbildung "Rosa Luxemburg" (IfL), heute von zwei Fachbereichen der FH Potsdam genutzt. Die FH wollte selbst vor Jahren eine Campusuni am Stadtrand, die Neubauten sind schon im Bau. Hier hat sich also das Land Brandenburg nach dem Wunsch der Hochschule gerichtet.
Beim Staudenhof geht es um 180 Kleinwohnungen, denen von der SVV vor drei Jahren eine 10-Jahresfrist bis zum Abbruch gegeben worden. Da unmittelbar anschließens an den Staudenhof das Wohngebiet "Zentrum-Süd" des gleichen Unternehmens, der stadteigenen ProPotsdam, liegt, das mehr als 5.000 (!) Wohnungen aufweist, ist das mit normaler Fluktuation zu regeln. Heute sind ein Teil der Wohnungen des Staudenhofs schon für Flüchtlingsunterkünfte reserviert.
Last- but not least - ist nochmals zu sagen, dass - selbst wenn die kühnsten Reko- und Reurbanisierungsträume Realität würden - die überwiegende Anzahl der Wohnungen in der Potsdamer Altstadt Sozialwohnungen im Plattenbau sind.
P.S. Die Wohnungen, die im sog. "Kleinen Holländerviertel" im Frühjahr im Rahmen einer Reko hergestellt wurden, sind alle schnell und gut vermietet.



