Tortürme in Bayern

  • Rotes Tor
    1622 über einem gotischen Bau errichtet, Vortor 1545/46, Wallbastei mit gewölbten Kasematten 1611


    vorne die Freilichtbühne


    Roter Torwall


    im zeitigen Frühling noch am besten fotografierbar

  • Günzburg (Fortsetzung)

    Unteres Tor
    Unterbau 14. Jh., Oberbau 16. Jh.


    Stadtseite zum Marktplatz hin. Im Westen der Altstadt, Straße Richtung Leipheim und Ulm.

    Es wurde Nacht:



    Feldseite. Der Turm gelegentlich geöffnet.


    Mai 1985

    Einmal editiert, zuletzt von Markus (23. März 2015 um 18:16)

  • Rennertshofen (Lkr. Neuburg an der Donau)

    (Östliches) Markttor
    Um 1620, mit späteren Veränderungen


    Feldseite, Straße nach Neuburg an der Donau


    Marktseite, die Marktstraße gerade Baustelle

  • Dollnstein (Lkr. Eichstätt) Ergänzung

    Petersturm, nördliches Markttor der Marktbefestigung
    1419 dendro.dat.


    mit buchenbunten Altmühlhängen im Hintergrund


    Feldseite


    mit Pfarrkirche

  • Mörnsheim (Lkr. Eichstätt)

    Torturm der Marktbefestigung
    bez. 1404


    Marktseite, nördlicher Ausgang


    Westlich angebaut das ehem. Kastnerhaus des Hochstifts Eichstätt, jetzt Rathaus, bez. 1612.


    Feldseite zur Gailachbrücke


    vom Burgberg


    Mörnsheim, im sehr reizvollen Gailachtal gelegen

  • Im krassen Gegensatz zum gemütlichen Mörnsheim kommen wir nun endlich zum hektischen München...

    Die erste Stadtmauer hatte fünf Tore:
    - Hinteres Schwabinger Tor (Wilbrechts-/Scheffler-/Tömlinger-/Nudelturm) im Nordwesten (am Ende der Weinstraße)
    - Vorderes Schwabinger Tor (Krümleins-/Muggenthaler-/La-Rossee-/Polizeiturm) im Nordosten (am Ende der Dienerstraße)
    - Talburgtor (Unteres Tor, Rathausturm) im Osten (neben dem Alten Rathaus)
    - Inneres Sendlinger Tor (Pütrich-/Blauenten-/Ruffiniturm) im Süden (am Ende der Rosenstraße)
    - Kaufingertor (Oberes Tor, Schöner Turm) im Westen (am Ende der Kaufingerstraße)

    Die Haupttore der zweiten Stadtmauer waren:

    - Schwabinger Tor im Norden am Ende von Theatiner- und Residenzstraße
    - Isartor im Osten am Ende der Straße Tal
    - Sendlinger Tor im Süden am Ende der Sendlinger Straße
    - Neuhauser Tor (ab 1791 Karlstor genannt) am Ende der Neuhauser Straße

    Neben den vier Haupttoren gab es noch kleinere Stadttore:

    - Wurzertor, später Kosttor genannt, weil hier eine Armenspeisung eingerichtet wurde
    - Taeckentor, das jedoch seit etwa 1400 zugemauert war
    - Schiffertor, später Einlasstor genannt, weil hier gegen Zahlung einer Gebühr noch nachts Einlass gewährt wurde, wenn alle anderen Tore verschlossen waren
    - Angertor, das Zutritt zum unteren Anger bot und wegen seiner geringen Verkehrsbedeutung oft zugesperrt blieb
    Zwei weitere Tore dienten nicht dem Zugang zur Stadt, sondern der Verbindung von Herzogsresidenzen direkt nach draußen:
    - Neuvesttor, das von der ehemals in der Nordostecke der heutigen Residenz gelegenen Neuveste aus direkt aus der Stadt hinaus führte
    - Herzogenstadttor, durch das von der Wilhelminischen Veste ein Weg zu dem außerhalb der Stadt (später auf einer Bastion des Festungswalls) gelegenen Kapuzinerkloster führte

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Stadtbefestigung

  • München

    Isartor
    1337 fertiggestellt, verändert u.a. 1833ff. und 1971/72


    Feldseite zum verkehrsumtosten Isartorplatz


    Stadtseite zum Tal

    „Nein, sie geht nur verkehrt herum. Denn während sich die Zeiger der Turmuhr, die zum Isartorplatz zeigt, ganz normal im Uhrzeigersinn drehen, gehen die Zeiger Richtung Tal spiegelbildlich und auch das Ziffernblatt ist umgekehrt aufgezeichnet. Die Uhr erinnert an Karl Valentin und an Bayern, worüber Willy Brandt schon einmal sagte: „In Bayern gehen die Uhren anders“
    http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120456.html

    Im Torbau das sehr besuchenswerte Valentin Karlstadt Musäum (in memoriam Karl Valentin und Liesl Karlstadt, seit 1959) und das gemütliche Turmstüberl.

    „Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte der Stadtrat bereits den Abbruch des Isartors beschlossen und die Mauern des Hofs zwischen Hauptturm und Flankentürmen abgerissen. Seine Erhaltung verdankt das Tor König Ludwig I., der 1833 Friedrich von Gärtner mit der Wiederherstellung des Isartores in historischer Form beauftragte.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Isartor

  • München (Fortsetzung)


    Karlstor (bis 1791 Neuhauser Tor genannt)
    1302 erstmals erwähnt; 1791, 1861/62 und 1899-1902 verändert; der Hauptturm bei einer Explosion 1857 beschädigt und danach abgerissen


    Stadtseite zur Neuhauser Straße


    Feldseite zum Karlsplatz / Stachus


    Sendlinger Tor
    1319 erstmals erwähnt, Flankentürme um 1420, 1808 Mittelturm abgerissen, 1860 und 1906 verändert


    Feldseite zum Sendlinger-Tor-Platz


    Stadtseite zur Sendlinger Straße


    eine ältere Aufnahme von 1987

  • Pappenheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)

    Oberes Tor
    Torturm des späten 14. Jh., erneuert 1615 unter Anbau des Vorwerks


    Feldseite



    Stadtseite

    Einmal editiert, zuletzt von Markus (9. November 2013 um 13:22)

  • Wellheim (Lkr. Eichstätt)

    Torturm der ehem. Marktbefestigung
    im Kern spätmittelalterlich

    Westlicher Ausgang des Marktes, durch das Tor geht es heute auf einem Fußweg in den tiefen dunklen Wald bzw. zur Kalvarienberganlage auf den Kreuzelberg. Früher verlief durch das Tor die Straße nach Rennertshofen bzw. Monheim. Die Straße wurde irgendwann neu trassiert und an der Burgruine von Wellheim vorbei durch den Wald gelegt.

    Der Torturm fehlte vor kurzem noch in der Liste.

  • Monheim (Lkr. Donau-Ries)

    Donauwörther Tor (Oberes Tor)
    Fialengiebel des 16. Jh., im Kern 15. Jh.


    Feldseite


    Stadtseite, vom Marktplatz aus


    Weißenburger Tor (Unteres Tor)
    im Kern mittelalterlich, 1806 verändert


    Stadtseite; im Norden der Stadt, vor einigen Jahrzehnten verlief hier noch die B2 von Augsburg nach Nürnberg durch


    mit anschließendem Schloss, diesem wurde das Tor nach 1800 stilistisch angeglichen


    Feldseite


    Vom Marktplatz aus, links hinter dem Brunnen das Rathaus

  • Regensburg

    Emmeramer Tor
    13. Jh., im 16. Jh. geschlossen, in der 1. Hälfte 20. Jh. Künstleratelier der Fürstin Margarete von Thurn und Taxis; Teil des Fürstlichen Schlossparks


    Stadtseite


    Feldseite


    Jakobstor 
    um 1300, Haupttor 1808/09 abgebrochen, erhalten die beiden Rundtürme des Vorwerks


    Stadtseite


    Feldseite


    mit der Schottenkirche St. Jakob

  • Heute habe ich zum ersten Mal einen Blick in dieses Thema geworfen. Das ist ja klasse, was für wunderschöne Tortürme es noch gibt. Die tragen stark zu einem schönen altertümlichen und gemütlichen Stadtcharakter bei. Ich liebe das einfach. :daumenoben:

  • Freut mich, allzu viel Resonanz gab es ja insgesamt nicht darauf. Persönlich finde ich auch immer, wenn von der Stadtbefestigung noch einiges da ist oder ein Straßenzug durch ein Tor abgeschlossen wird, dann ist solch ein Ort gleich viel interessanter.

    Im übrigen habe ich schon noch vor, die Tortürme durchzuziehen und vielleicht ist dann nächstes Jahr jeder bayrische Torturm in dieser Galerie mit APH-Bildern vertreten (Baden-Württemberg war eigentlich auch noch vorgesehen). Aus Schwaben sind zumindest schon alle relevanten Orte in der Galerie vorhanden, da fehlen nur noch einzelne Tortürme. Selbst komme ich wohl speziell in einige unterfränkische Dörfer nur schwerlich bzw. kaum (da hoffe ich auf Zeno, Michael oder...), die noch fehlenden Tortürme in den anderen 6 Regierungsbezirken wären dagegen allesamt machbar.