Dresden - die Friedrichstadt
-
-
Nun ist es amtlich. Ein Gläubiger der Florana hat beim Amtsgericht Erfurt einen "Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens" gestellt. Da die Unterlagen natürlich noch geprüft werden müssen, ist nicht klar, ob tatsächlich ein Insolvenzverfahren eröffnet werden muss.
-
Heute befassen sich auch die DNN mit der Insolvenz der Florana KG:
http://www.dnn-online.de/dresden/web/re…leite-147777772
Vielleicht wird man auch in Görlitz langsam aufatmen?!
-
Die hier auf diesem Bild bei Wikipedia noch zu sehenden "zu verkaufen"-Schilder der Engel & Völkers-Gruppe sind weg. Das Eckhaus oder vielleicht sogar der ganze Komplex sind demnach wohl verkauft worden.
Man darf gespannt sein!

Es geht nach jahrelangem (Fast-)Stillstand nun wirklich Schlag auf Schlag in der FS

Quelle: Wikipedia.de
-
Die Friedrichstadt hat noch viele freie Flächen und die selbe zentrumsnahe Lage wie die Neustadt. Die Neustadt ist größtenteils ausgereizt aber es gibt noch genug Investorengeld, welches angelegt werden muss. Ich denke es geht jetzt erst richtig los in der Friedrichstadt.
-
Darkis Lieblingsgründerzeitler ist inzwischen ohne Gerüst zu bestaunen. Vor allem der Erker gefällt.
-
Warum besitzen eigentlich so wenig Dresdner hier Forum eine Kamera?...Muss ich mich wohl wieder selber hinbewegen...
dennoch, eine Freude :)))

-
Bei diesen Temperaturen ist es aber auch durchaus anstrengend, seine bewährte Ernemann durch die Straßen unserer Stadt zu schleppen...

Das nun wieder sichtbare Gebäude an der Ecke zur Roßthaler Straße.Auf die gründerzeitliche Massenware folgt nun Hochkultur, also einige wenige Bilder des wieder betriebsfähigen Neptunbrunnens auf dem Gelände des Friedrichstädter Krankenhauses.
Leider scheint der Brunnen vollkommen von belangloser Architektur eingekesselt; und obzwar man durch den Abriss der Klinik wieder die wichtige Achse zwischen Brunnen und Palais öffnen könnte, wäre die Situation immer noch unbefriedigend. Letztendlich müssen die folgenden Generationen entscheiden, was mit dem Meisterwerk der Architektur und Bildhauerkunst geschieht.
Bilder sind von mir.
-
Am Beispiel Roßthaler Straße kann man meiner Meinung nach sehen, dass es zum Ende doch zu ganz schönen Enttäuschungen kommen kann. Anfangs froh, dass die Gebäude erhalten und sehr gut restauriert wurden, schlägt einem doch diese Balkonlösung regelrecht die grauen Plasteplatten vor das geschundene Auge. Meine Güte wie ärgerlich und unpassend doch diese Quader wie ein Geschwür am Baukörper kleben. Selbst mit dem schönen neuen Park dahinter ist diese Fassade nicht mehr zu retten. Dabei hat es docb so hoffnungsvoll angefangen.
-
Aua! Sieht wirklich übel aus....
Angemessene Baustoffe hätten sicher viel verbessern können; denke da an Holz und schmiedeeiserne Vergitterung. -
Oder einfach mal in [lexicon='Leipzig'][/lexicon] nachfragen, da weiß man, wie so etwas richtig gemacht wird.
-
Warum hat man die nicht nach hinten raus angebracht?
-
Hinten sind auch genug Balkone dran. Also entweder sind da sehr viele Wohnungen drin entstanden oder jede Bude hat 2. Zumal man nach vorn raus ja auch Richtung Bahngleise sitzt.
-
Die Notwendigkeit von Balkonen an der Straßenseite ergibt sich allein schon aus der Tatsache, dass in den drei Häusern über 60 Wohneinheiten geschaffen wurden, die einzelnen Gebäude also mindestens drei- oder vierspännig sein müssen und sich damit ein großer Teil der Wohnungen nur zur Straße hin orientiert.
Die Qualität der Ausführung ist natürlich indiskutabel. Hierbei sollte man jedoch nicht vergessen, dass diese vollkommen ruinösen Gebäude wohl keinen Denkmalstatus besaßen und die Qualität der notwendigen Kernsanierung dennoch als insgesamt gelungen einzuschätzen ist. -
Die Notwendigkeit von Balkonen an der Straßenseite ergibt sich allein schon aus der Tatsache, dass in den drei Häusern über 60 Wohneinheiten geschaffen wurden, die einzelnen Gebäude also mindestens drei- oder vierspännig sein müssen und sich damit ein großer Teil der Wohnungen nur zur Straße hin orientiert. [...] und die Qualität der notwendigen Kernsanierung dennoch als insgesamt gelungen einzuschätzen ist.
Zweifellos richtig. Unsensibel sind die Teile trotzdem...eine fette Kröte auf der Zielgeraden. Der Schönste der 3 Bauten ist m. E. aber eh der Eckbau Schweriner Str. 63 und der wird hoffentlich davon verschont.
ZitatHierbei sollte man jedoch nicht vergessen, dass diese vollkommen ruinösen Gebäude wohl keinen Denkmalstatus besaßen
Hier irrt der Schreiber, wenn auch nur partiell
. Roßthaler Str. 1 (ehemaliges Hotel/Restaurant Roßthaler Hof) und Schweriner Str. 63 sind Denkmäler. Lediglich die Roßthaler Str. 2 hat diesen Status nicht. -
Ups! Da habe ich eine Falschaussage gemacht. Mein Fehler!

Dann erklärt wohl der Zustand der Denkmäler die Nachsichtigkeit des Denkmalschutzes. Das spricht für den Realitätssinn der hiesigen Behörden und gegen den Architekten, der sich trotz des Kostendruckes als augenscheinlich wenig fähig gezeigt hat.
-
zum Projekt "Wohnen im Dittrichpark" zwischen Friedrichstraße 19 und Seminarstraße vermeldet die Sächsische Zeitung
http://www.sz-online.de/nachrichten/ne…st-2685677.html
Folgendes
Zitat„Die erste (der 3 ehemaligen Ruinen der alten Konservenfabrik Dittrich) mit 16 Wohnungen ist fast fertig saniert. Einige Mieter
sind sogar schon eingezogen“, sagt Bauherr Wolfgang Thiele."ZitatDer private Investor sucht gerade noch nach Interessenten, die sich finanziell an dem 30-Millionen-Projekt beteiligen
wollen.„Wenn alles ideal läuft, wird der Bau Ende 2015 abgeschlossen“, so Thiele.ZitatDie Friedrichstadt ist dann um mehr als 100 Zwei- bis Vierraumwohnungen reicher. Diese bieten Platz für bis zu 150
Familien, Wohngemeinschaften und ältere Menschen.ZitatSo müssen die Arbeiter unter anderem noch die Fläche der ehemaligen Konservenfabrik bebauen. Hier ist ein Haus
mit rund 40 Wohnungen geplant. Anfangs war offen, ob das mittlerweile stark verfallene Gebäude saniert werden kann
oder ob es die Bauleute abreißen müssen. Es wurde sich für die zweite Variante entschieden. Von der alten Konserven-
fabrik ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. An gleicher Stelle wurde schon wieder eine Baugrube ausgehoben.Aufhorchen lässt:
ZitatWeitere geplante Neubaukomplexe an der Seminarstraße und an der Friedrichstraße werden den „Dittrichpark“ dann
im Laufe der nächsten Jahre vervollständigen. Dabei sollen noch einmal 40 bis 50 Wohnungen entstehen. „Es ist gut,
dass auf dem Nachbargelände nun auch die lange geplante Einkaufspassage gebaut werden soll“, sagt Thiele
Auf bausituation-dresden.de waren im Sommer Bilder zu sehen. Ein Artikel aus dem Frühling dazu -
Das aus einem Lückenschluss sowie der Sanierung zweier ruinöser Altbauten bestehende Vorhaben der Palasax in der Friedrichstraße, nähert sich langsam seinem Ende.

Das äußerliche Sanierungsergebnis der Altbauten kann man als durchschnittlich bezeichnen.Der Lückenschluss mit der Hausnummer 22, sollte nach dem Wunsch der Stadtplaner ausdrücklich einen Kontrast zu den recht trögen Lochfassaden der angrenzenden Bebauung darstellen.

Die nach Süden orientierten Loggien dürften immerhin eine erhebliche Steigerung des Wohnwertes darstellen.
Die Farbe der Brüstungen sowie die metallenen Lamellenläden empfinde ich nicht gerade als sonderlich gelungen.Hier ein Exposé, das mit Raum und Licht wirbt:
http://www.palasax.de/uploads/media/…hstrasse_22.pdf
Bilder sind von mir.
-
Der nach einem Entwurf der Rohdecan-Architekten errichtete Bürobau an der Weißeritz-/Magdeburger Straße ist mittlerweile fertiggestellt und bezogen. Auch die Freianlagen wurden gärtnerisch gestaltet.

Blick vom B&B-Hotel zum Neubau, dessen Höhe sich zur Weißeritzstraße hin an besagtem Hotel orientiert und in der Magdeburger Straße die Vermittlung zur weit niedrigeren Bestandsbebauung sucht.
Die vergleichweise lebendige Wirkung der Fassade, stellt einen positiven Kontrast zur ansonsten recht primitiven Architektur dar.Die Architekten selbst schreiben dazu:
ZitatDie weitgehend standardisierte Fassade besteht aus vorgehängten Tonziegeln. Durch die Verwendung von zwei verschiedenen Farbtönen und Definition eines Ziegels als Pixel wird die Möglichkeit der Motivbildung auf der Fassade geschaffen. Die Projektion eines Wolkenmotivs fügt der Rationalität ein emotionales Moment hinzu.

Das Bürogebäude steht in einer Fluchtlinie mit dem weit misslungeneren B&B-Hotel. Für den Stadtraum kann man immerhin hoffen, dass der sich zwischen den Gebäuden befindliche Parkplatz möglichst bald überbaut wird.Bilder sind von mir.
-
Die weitgehend standardisierte Fassade besteht aus vorgehängten Tonziegeln. Durch die Verwendung von zwei verschiedenen Farbtönen und Definition eines Ziegels als Pixel wird die Möglichkeit der Motivbildung auf der Fassade geschaffen. Die Projektion eines Wolkenmotivs fügt der Rationalität ein emotionales Moment hinzu.
Köstlich! Frei nach des Kaisers neue Kleider: "Aber er hat ja garnichts an!"
Geradezu grandios wie es dem Wolkenmotiv gelingt einen Bezug zu der schwärmerisch-orientalischen Yenidze-Fassade und der damit einhergehenden Assoziation von Märchen und fliegenden Teppichen zu schaffen und dennoch kraftvoll und selbstbewußt die architektonische Formensprache der Nachkriegsmoderne in Dresden zu vertreten.
-




