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This post has been edited 3 times, last edit by "zeitlos" (Apr 4th 2012, 1:58am)
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Ob nun das Bad in der Rietgasse 5 in Villingen seit seiner Gründung im 15. Jahrhundert ununterbrochen in Betrieb war oder im 19. Jahrhundert reaktiviert wurde, ist offen. Jedenfalls: Mit der Aufklärung erlebte die öffentliche Badekultur zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder einen Aufschwung. Ausgehend von England entstanden überall in Europa die so genannten Volksbäder. Walter K. F. Haas hat Mitte der 1980er Jahre die „Contraktenbücher der Stadt durchgesehen. Im 1985 erschienenen Jahresheft des Geschichts- und Heimatvereins der Zähringerstadt listet er die Eigentümer des Hauses der Rietgasse 5 seit Beginn des 19. Jahrhunderts auf. Wohl erst ab 1827 findet das vormals als „Bauleutzunftstube“ bezeichnete Haus wieder als „Gasthaus zum Bad mit Badeanstalt“ Verwendung. Organisiert wurde der Betrieb dort später durch die in den 1830er Jahren gegründete „Badgesellschaft“, dem Vorläufer der späteren Villinger Kur und Bäder GmbH. Walter Haas schreibt in seinem Beitrag: „Neben dem Hauptgebäude stand eine einstöckige Badanstalt. 1841 bestand die Badeinrichtung aus 13 Badewannen, einem Schwenkkasten, drei langen Tischen, fünf Spiegeln, einem Dutzend Handtüchern, zehn paar kleinen Vorhängen. Pächter des Badhauses war Johann Nepomuk Kammerer.“ Im Hauptgebäude war die Gaststätte untergebracht. Schnell wechselte die Einrichtung den Besitzer: 1841 wurde es Metzger Michel Häsler, 1865 Goldleistenfabrikant Josef Leute, 1883 eine Wirtsgenossenschaft, zwei Jahre später Schneckenwirt Josef Storz. Jener hinterlässt das Badhaus 1897 seiner Tochter Albertine Zier. 1909 geht es an die Eheleute Friedrich Ummenhofer über.
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Nun soll in dem geschichtsträchtigen und unter Denkmalschutz stehenden Haus ein Wohn- und Geschäftshaus mit Aufzug entstehen. Silvia Wenzel hat es an die Villinger Holzbau- und Sanierungsfirma „Z7“ verkauft. In Planung sind acht Wohnungen und eine Arztpraxis. Damit ist wohl das Kapitel Badeanstalt in der Rietgasse 5 endgültig abgeschlossen.
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Dafür aufgewendet werden die 50 000 Euro, die bereits im Haushalt eingestellt sind. Zwar wurden in einer Expertise vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau bereits Kosten in einer Höhe von 140 000 Euro errechnet. Fußhoeller hält die bewilligten Gelder allerdings für einen guten Anfang, es sei immerhin das Doppelte dessen, was die Stadt in der Vergangenheit pro Jahr für den Erhalt der Mauer ausgab.
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An mehreren Stellen ist die rund 800 Jahre alte Ringmauer einbruchsgefährdet. Sie musste daher zum Teil abgesperrt werden. Innerhalb der Stadtverwaltung hat Thomas Hettich, Experte beim Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau, bereits vorgeschlagen, die mittelalterliche Stadtbefestigung in einem Stück zu sanieren. Diese Idee würde weiterverfolgt, betonte Fußhoeller jetzt. Allerdings fehlen der Stadt die Finanzmittel in sechsstelliger Höhe. Daher werde mit dem Landesdenkmalamt verhandelt, erläuterte der Baubürgermeister, um an Fördertöpfe zu gelangen. Gedacht ist, in einen Drei-Jahres-Zeitraum die Mauer möglichst komplett zu sanieren.
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Grundsätzlich habe die Stadt das Ziel, die Mauerabdeckung im gesamten Bereich entweder zu erneuern oder wo notwendig neu aufzubringen. Mit dieser Mauerkrone solle der Wassereintrag verhindert werden, der in den vergangenen Jahren bei Frostperioden Teile der Steine einfach wegsprengte. Außerdem werde darüber diskutiert, ob die Befestigung geschlämmt oder gar verputzt werde. Fußhoeller tritt dafür ein, das sichtbare Steinwerk zu erhalten, da es am besten das „Gesamtschicksal der Anlage“ darstelle. Damit würden nur die Fugen erneuert werden.
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Die Villinger Stadtmauer gilt als eines der Glanzstücke unter den historischen Wehranlagen im süddeutschen Raum.
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LEDs setzen Villinger Stadttore gekonnt in Szene
This post has been edited 3 times, last edit by "zeitlos" (Jun 1st 2012, 12:12pm)
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Wie die Stadtverwaltung mitteilt, steht das Gebäude nicht unter Denkmalschutz – so die Aussage des Regierungspräsidiums Freiburg, das für die Erfassung des Denkmalbestandes zuständig ist. Die Begründung lautet, dass das Gebäude in den vergangenen Jahren zu große Veränderungen erfahren habe.
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Die historische Hausnummer an der Oberen Straße 31, Ecke Josefsgasse 1, wurde blau übermalt. Die 113 ist eines der letzten Zeugnisse der alten Villinger Hausnummerierung und wird bei zahlreichen Stadtführungen den Besuchern gezeigt.
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